ÜBER UNS


Eine (kurze) Geschichte der Räume
Die Räumlichkeiten des Clubs befinden sich in einem Teil der Bundesfestung Ulm. Diese entstand als Auswirkung der aktiven Herrschaft von Napoleon (grob 1800 bis 1815). Nach dessen "Waterloo" wurden 1815 auf dem Wiener Kongress Maßnahmen getroffen, sich künftigen Franzosen zu erwehren. Eine der Maßnahmen war der Aus- und Neubau etlicher Landes- und fünf Bundesfestungen (Landesfestung = vom Land finanzierte und Bundesfestung = vom Deutschen Bund finanzierte Festung). In Luxemburg, Mainz und Landau wurden bestehende Festungen zu Bundesfestungen aus-, in Ulm und Rastatt neu gebaut. 1842 wurde mit dem Bau in Ulm begonnen, der 1859 abgeschlossen wurde (der Bauherr ist übrigens der Namensgeber der Straße vor der Wilhelmsburg: Moritz Karl Ernst von Prittwitz). Da die Ulmer Festung in Kriegen nie aktiv genutzt wurde, hat sie auch keine Schleifungen (= Entschärfungen) erdulden müssen und bildet heute eine der größten erhaltenen Festungsanlagen Europas. Der Stadtjugendring (sjr) Ulm hat, im Auftrag der Stadt, ab den 1950ern Jahren Jugendgruppen vermehrt Räumlichkeiten der Bundesfestung vergeben

Eine (kurze) Geschichte des Club
1970er Jahre: überall in der Republik gründeten sich selbstverwaltete Kinderläden, Jugendzentren und Jugendclubs. Auch einige Aktive des Christlichen Vereins junger Menschen (CVJM) wurden von diesem Sog erfasst. So konnten diese ab 1972/73 das Werk X, die "Kienlesbergbastion", welche zuvor als Wohnung und Seifensiederei genutzt worden war, vom Stadtjugendring mieten und herrichten. 1973 begann dann der Betrieb. Die erste ära ging rund 10 Jahre. Angeboten wurden vorwiegend Live-Konzerte verschiedenster Stilrichtungen (jedoch kaum Rock und Blues). Um 1983/84 übernahm ein neuer Mitarbeiterstamm die Räume und richtete das musikalische Augenmerk des Clubs vornehmlich auf Rock und Blues aus der Konserve. Bis Mitte/Ende der 1990er Jahre fanden die legendären Samstagsrockdiscos statt, die zu ihren besten Zeiten dem geneigten Besucher etwa 20 bis 30 Minuten Wartezeit wegen überfüllung abverlangten. Live-Konzerte rundeten das Angebot ab. Im Sommer fanden unregelmäßig "Vorwerkfeten" statt, die letzte 1993, anlässlich 20 Jahre Club Action und 10 Jahre Club Schilli (ein weiterer CVJM Club). Grachmusikoff begeisterte die Besucher dermaßen, dass die Stadt weitere Feten dieser Art verbot. Ab Mitte/Ende der 1990er Jahre schwanden die Besuchermassen. Zum einen, weil das bisherige Stammpublikum mehr und mehr durch Beruf, Familie und Kinder sesshafter wurde. Mehr aber dadurch, dass neuen Musikrichtungen wie Techno, Hip Hop und Rap im Club weitgehendst keinen Chancen eingeräumt wurden. Anfang des neuen Jahrtausends war der Club seinem Ende nahe. Seither bemüht sich ein kleiner Stamm neuer Mitarbeiter mit einer Handvoll Altgedienter, das Angebot einem neuen Publikum schmackhaft zu machen. Waren es in der ersten Dekade vorwiegend Live-Konzerte, die anschließend von der Disco abgelöst wurden, liegt das Augenmerk nun in einer Mischung aus Disco im Winter, Live und Openair im Sommer, sowie Themenpartys rund um das Jahr und hier vor allem mit den aktuellen Musikstilen.

Mitarbeiter und Finanzierung
Die Mitarbeiter handeln ausschließlich ehrenamtlich. Sämtliche Gewinne durch Veranstaltungs- und Getränkeeinnahmen werden vollständig in den Club investiert. So konnten über die Jahre ständig das Equipement für Konzerte und Discomusik erweitert werden. Auch notwendige Renovierungen werden zum Großteil von den Mitarbeitern übernommen und durch den Club finanziert.

Regelmäßige Winterveranstaltungen:
Rock Re-Action (regelmäßige Rock-Disco)
"Beats&Breaks" und "Expedition" (Drum&Base-, Reggae-Partys mit Live-DJs)
Weihnachtsdisco an Heiligabend

Regelmäßige Sommerveranstaltungen:
Openair Konzertreihe (Juli/Aug.)
Ulmer Afrikafestival "ulmafrik" (Wochenende nach Schwörmontag, Juli)